Singschule der Ansbacher Kinderkantorei sucht neue Sänger und Sängerinnen

Singschule Ansbacher Kinderkantorei

Die lange „Corona-Pause“ und die für die Zeit der Vakanz der zweiten Kantorenstelle nötige Verschiebung des Probentages auf Freitag haben dazu geführt, dass die Gruppen der Singschule sehr klein sind. Momentan wird nur in zwei Gruppen geprobt, was eine große Altersspanne in der gemeinsamen Probe der Midis und Maxis zur Folge hat. Wir freuen uns über jedes neue Kind, das zum Schnuppern vorbeikommt. Die derzeitigen Probenzeiten sind:

  • „Minis“ (ab 5 Jahren bis 1. Klasse): Freitag, 15.00-15.45 Uhr
  • „Midis“ und „Maxis“ (2.-6. Klasse): Freitag, 16.00-17.00 Uhr

Wegen des erforderlichen Mindestabstands beim Singen proben wir in der Schwanenritterkapelle. Treffpunkt ist jeweils 5 Minuten vor der Probe am hinteren Ausgang der St. Gumbertuskirche (Nähe Reitbahn). Für die Wege bis zum Platz ist ein Mund-Nasenschutz nötig.

Je nach Zuwachs könnten sich die Uhrzeiten und die altersgemäße Einteilung in den nächsten Wochen noch ändern. 

Bei Interesse oder weiteren Fragen können Sie sich gerne an Interims – Chorleiterin Ulrike Walch wenden. Sie ist in der Regel telefonisch donnerstags von 8.30-10.00 Uhr im Kirchenmusikbüro unter der Nummer 0981/97788351 oder per Mail unter  WalchCU@kabelmail.de zu erreichen. 

Mittagsgebet für Freitag, 29. Mai 2020

Das Gebet zum heutigen Tag wird/wurde um 12 Uhr auch in St. Gumbertus gebetet.

Was haben die ersten Christen eigentlich in der Zeit zwischen der Himmelfahrt Jesu und Pfingsten gemacht? es muss ja eine ganz eigentümliche Wartezeit gewesen sein. Der Heilige Geist war ihnen versprochen (ob sie sich was drunter vorstellen konnten?), aber noch nicht da. Und Jesus, der drei Jahre Weg und Richtung angegeben hatte, war nicht mehr da. was tut man, wenn man in der Luft hängt?

Ich lese aus der Apostelgeschichte aus dem ersten Kapitel einige Verse über diese „Zwischenzeit“:

12 Da kehrten sie nach Jerusalem zurück von dem Berg, der Ölberg heißt und nahe bei Jerusalem liegt, einen Sabbatweg entfernt. 13 Und als sie hineinkamen, stiegen sie hinauf in das Obergemach des Hauses, wo sie sich aufzuhalten pflegten: Petrus, Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon der Zelot und Judas, der Sohn des Jakobus. 14 Diese alle hielten einmütig fest am Gebet samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern.

Zwei Dinge tun sie: Sie halten zusammen – und sie beten.

Wenn hier die Apostel mit Namen aufgezählt werden, ist das nicht nur eine Frage der Vollständigkeit, sondern hinter jedem dieser Namen steckt ja eine Persönlichkeit. Ganz unterschiedliche Persönlichkeiten. In Krisen kommt ja oft nochmal viel deutlicher heraus, wie unterschiedlich Menschen sind und wie unterschiedlich sie auch auf diese Krise reagieren.

In unserer Korona-Krise kommen in manchen Familien und auch Bevölkerungsschichten auch die Differenzen ganz stark heraus. Menschen, die eher ängstlich sind und gesundheitsbedacht – und Menschen, die sehr kritisch sind und freiheitsbedacht. Und alles dazwischen – das kann ganz schön anstrengend sein, wenn in Familien und Freundschaften die Kluft mittendurch geht.

Ich stelle mir vor, das war bei den Jüngern nicht anders. Und trotzdem haben sie zusammengehalten. Wir bestaunen an Pfingsten das Wunder, dass viele Menschen sich plötzlich sprachlich verstanden haben – vielleicht ist das Wunder, dass die Jünger sich in aller Unterschiedlichkeit verstanden haben, grade so groß! Und auch von Gott gewirkt! Darum wollen wir Gott bitten, dass er diese Einheit auch unter uns immer wieder schenkt.

Und, so lesen wir, sie haben gebetet, alle, einmütig. Das haben wir in den vergangenen Wochen auch hier in St.Gumbertus gemacht und waren hier verbunden mit so manchen, die zuhause mitgebetet haben: Wir haben miteinander und füreinander und für unser Land gebetet. Das war für so manchen ein ganz wichtiger Ankerpunkt am Tag in den verwirrenden und seltsamen Zeiten, aber es war auch ein Dienst für unser Volk und diese Welt. Es ist schön, dass wir in dieser Zeit auch ein bisschen zusammengewachsen sind.

Heute endet diese tägliche Gebetszeit, wir kehren wieder zum wöchentlichen Gebet zurück, das mittwochs um 12 in St.Johannis stattfindet. Ich wünsche Ihnen und mir, dass wir uns die gute Gewohnheit aus dieser Zeit mitnehmen, beim Geläut der Glocken ans Gebet zu denken. So kann man seltsame Zwischenzeiten gut überstehen, aber auch vielem anderen gut entgegengehen.  

Ich bete:

Allmächtiger Gott,

wir danken Dir für die Möglichkeit des Gebetes. Wir danken Dir, dass Du versprochen hast, uns zu hören und zu erhören nach deiner großen Barmherzigkeit. Wir danken Dir, dass Du unser Land bisher so gut durch die Pandemie gebracht hast.

Wir bitten dich: Gib und erhalte uns den sozialen Frieden in unserem Land. Gib den Politikern Weisheit für alle Entscheidungen. Gib uns Bürgern Geduld und Selbstlosigkeit, auf das Wohl der anderen zu schauen.

Hilf uns in den Familien und in den verschiedenen Gruppierungen, aber auch in unseren Gemeinden, die Einheit zu bewahren und uns gegenseitig auszuhalten in aller Unterschiedlichkeit. Schenke uns Deinen Heiligen Geist dazu, das bitten wir im Namen Jesu.

Amen

Vater unser…

Pfarrerin Elisabeth Küfeldt

Mittagsgebet für Donnerstag, 28. Mai 2020

Das Gebet zum heutigen Tag wird/wurde um 12 Uhr auch in St. Gumbertus gebetet.

 Martin Luther wird folgender Ausspruch zugeschrieben: 

„Dass die Vögel der Sorge und des Kummers über deinem Haupt fliegen, kannst du nicht ändern. Aber dass sie Nester in deinem Haar bauen, das kannst du verhindern.“ 

Um zu verhindern, ein ganzes Sorgenvogelnest auf unseren Köpfen zu tragen, lade ich Sie ein, heute wieder mit mir zu beten und Gott unser Herz auszuschütten, mit allem, was darinnen ist: Kummer, Trauer, Angst und Sorge, aber auch Freude, Lob und Dank. 

Dieses Mal werde ich nach den einzelnen Bitten oder Dankessätzen jeweils eine kurze Stille lassen, in der Sie konkret Ihre eigenen Gedanken und Anliegen an Gott herantragen können. 

Guter Gott, 

wir denken an Menschen, die gerade krank sind oder denen es nicht gut geht. Wir bitten dich: Begleite sie und schenke Ihnen Heilung an Leib und Seele. Wir legen sie dir hin. 

(Stille) 

Wir denken an unsere Familien, Freunde, Verwandten, Bekannten und an unsere Nachbarschaft. Wir bitten dich: Bringe sie gesund durch diese Zeit hindurch und hilf, dass trotz der besonderen Umstände ein gutes Miteinander möglich wird. Wir vertrauen sie dir an. 

(Stille) 

Wir denken an die Kinder in den Krippen, in den Kindergärten und Schulen: Wir bitten dich: Schenke ihnen Freude und Spaß und hilf ihnen, dass sie sich totz social distancing voll entwickeln können und soziales Miteinander erlernen können. Wir legen sie dir hin. 

(Stille) 

Wir denken an Menschen, die gerade aufgrund ihrer Arbeit enormem Stress und Belastungen ausgesetzt sind. Wir bitten dich: Gib du ihnen die nötige Ruhe und Zeit, durchzuschnaufen und sich selbst etwas Gutes zu tun. Wir vertrauen sie dir an. 

(Stille) 

Wir denken an die Menschen in Krisengebieten, auf der Flucht oder in Flüchtlingsunterkünften und Asylbewerberheimen. Wir bitten dich: Hilf du ihnen, eine Heimat zu finden, in der sie sich sicher, angenommen und wertgeschätzt wissen. Wir legen sie dir hin. 

(Stille) 

Wir denken an Menschen, deren berufliche Existenz auf dem Spiel steht oder gerade weggebrochen ist. Wir bitten dich: Verleihe ihnen Mut, Zuversicht und einen Plan B für die Zukunft und lass sie materielle Hilfe finden, wenn sie gerade dringend vonnöten ist. Wir vertrauen sie dir an. 

(Stille) 

Wir denken an Menschen, die mit den Beschränkungen nicht umgehen können, die sich wegen vielfältiger Gründe in Demonstrationen gegen die Vorsichtsmaßnahmen zur Wehr setzen. Wir bitten dich: Gib ihnen die nötige Umsicht, trotzdem nicht zu leichtsinnig und unvorsichtig zu werden, und lass ihre Bedenken und Meinung aber auch Gehör finden, damit der Protest sich nicht in Radikalisierung verwandelt. Wir legen sie dir hin. 

(Stille) 

Wir bitten viel, guter Gott. Doch wir haben auch Grund zu danken. Wir vertrauen dir nun unsere Momente und Dinge an, für die wir dankbar sind. 

(Stille) 

Und gemeinsam beten wir: 

Vater unser… 

Und es segne und behüte euch der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist, Amen. 

Janina Wölfel

Mittagsgebet für Dienstag, 26. Mai 2020

Das Gebet zum heutigen Tag wird/wurde um 12 Uhr auch in St. Gumbertus gebetet.

Sie kennen sicher die biblische Geschichte von Jona, dem Mann, der von Gott den Auftrag bekommt, der Stadt Ninive zu sagen, dass sie umkehren und ihren bisherigen Lifestyle verändern soll, damit sie wieder zu Gott findet. Das möchte Jona aber nicht. Und so flieht er vor seinem Auftrag und segelt weg. Das Schiff, auf dem er unterwegs ist, gerät in schweres Unwetter und es wird immer deutlicher, dass dieses Unwetter mit dem fliehenden Jona zusammenhängt. So werfen ihn die Seeleute über Bord und das Unwetter verzieht sich. Dafür kommt nun aber ein großes Tier, landläufig sagt man, es war ein Wal, so genau weiß man das aber nicht. Auf jeden Fall war das Tier groß und auf jeden Fall verschlang es den im Meer schwimmenden Jona. Und als nun Jona im Bauch des Fisches sitzt – das muss man sich mal vorstellen – da betet Jona zu Gott. Ich lese Ihnen nun Jonas Fischbauch-Gebet vor und schließe ein Gebet für uns an: 

Als ich in Not war, rief ich zum Herrn, 

und er hat mich erhört. 

Aus dem Innern des Totenreichs rief ich um Hilfe, 

du hast meine Stimme gehört. 

Du hattest mich in die Tiefe geworfen, 

mitten ins weite Meer, 

und die Strömung umspülte mich, 

all deine Wogen und deine Wellen gingen über mich hinweg. 

Und ich, ich sprach: Ich bin verstoßen, 

deinen Augen entzogen! 

Doch ich werde wieder aufblicken zu deinem heiligen Tempel! 

Das Wasser stand mir bis zum Hals, die Flut umspülte mich, 

Schilf hatte sich um meinen Kopf gewickelt. 

Zum Fuß der Berge war ich hinabgefahren, 

die Erde – ihre Riegel schlossen sich hinter mir für immer. 

Da hast du mein Leben aus der Grube gezogen, Herr, mein Gott! 

Als meine Lebenskraft sich mir versagte, erinnerte ich mich des Herrn, 

und mein Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel. 

Die nichtige Götzen verehren, 

lassen ihre Gnade fahren. 

Ich aber will dir Opfer schlachten mit lautem Danken, 

was ich gelobt habe, will ich erfüllen! 

Die Hilfe ist beim Herrn! 

Guter Gott, 

auch wir fühlen uns manchmal wie auf hoher See – umspült von Strömungen und Wellen der Zeit, der Gesellschaft und der Sorgen. Teilweise kommen wir gar nicht mehr mit und meinen, wir sehen kein Land mehr. 

Wir bitten dich für uns und für andere: 

Hilf uns, wenn uns das Wasser bis zum Hals steht, ruhig zu bleiben und zu Auswegen und Perspektiven zu finden. 

Wenn sich Schilf um unseren Kopf gewickelt hat und wir es von selbst nicht mehr abbekommen – lass da Menschen sein, die in der Not da sind und uns beistehen. 

Und hilf uns, selbst so ein Mensch für andere sein zu können. 

Und wenn wir das Gefühl haben, dass unser Leben in einer Grube ist, dann zieh uns bitte heraus, guter Gott, und schenke uns neue Kraft und Lebensfreude! 

Bei allem, was wir an Stürmen in unserem Leben erleben – hilf uns dankbar zu bleiben und auch das Gute zu sehen, was sich in unserer Umgebung finden lässt. 

Darum bitten wir dich, guter Gott. 

Und alles Weitere legen wir in das Gebet, das dein Sohn uns gelehrt hat: 

Vater unser… 

Und es segne und behüte euch der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist, Amen. 

Janina Wölfel

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