Gebet für Gründonnerstag, 9. April 2020

Das Gebet zum heutigen Tag wird/wurde um 12 Uhr auch in St. Gumbertus gebetet.

Ich möcht’, dass einer mit mir geht
1. Ich möcht’, dass einer mit mir geht,
der’s Leben kennt, der mich versteht,
der mich zu allen Zeiten kann geleiten.
Ich möcht’, dass einer mit mir geht.
2. Ich wart’, dass einer mit mir geht,
der auch im Schweren zu mir steht,
der in den dunklen Stunden mir verbunden.
Ich wart’, dass einer mit mir geht.
3. Es heißt, dass einer mit mir geht,
der’s Leben kennt, der mich versteht,
der mich zu allen Zeiten kann geleiten.
Es heißt, dass einer mit mir geht.
4. Sie nennen ihn den Herren Christ,
der durch den Tod gegangen ist;
er will durch Leid und Freuden mich geleiten.
Ich möcht’, dass er auch mit mir geht.
(EG 209)

Psalm 23
Der Herr ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und
führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit
werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben
im Hause des Herrn immerdar.
Amen

Über den guten Hirten lesen wir in Johannes 10:

14 Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, 15 wie mich mein Vater kennt; und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. … 27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; 28 und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. 29 Was mir mein Vater gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann es aus des Vaters Hand reißen. 30 Ich und der Vater sind eins.

Gebet
Herr Jesus Christus,
du bist der gute Hirte, der durch den Tod gegangen ist.
Du gehst alle unsere Wege mit, auch wenn sie durch dunkle Täler führen.
Du leitest uns und dein Auge wacht über uns.
Niemanden verlierst du aus dem Blick.
Du trägst uns, wenn wir verzagt und müde sind.
Du führst uns, wenn sich Abgründe vor uns auftun.
Dafür danken wir dir!
Wir bitten für die Menschen,
die verzagt und müde sind,
die krank sind,
die große Sorge haben und verzweifelt sind,
die in diesen Tagen im häuslichen Umfeld eine schwere und bedrohliche Zeit durchleben.
Dir befehlen wir sie alle an.
Zeige ihnen, wie du auch in dunklen Stunden mit ihnen gehst und zu ihnen stehst.
Gib ihnen Kraft und Zuversicht.
Wir bitten dich,
dass ihnen geholfen wird.
Herr Jesus Christus, du unser guter Hirte,
lass uns deine Stimme hören und dir folgen.
Amen

Gedanken zum Osterfestkreis vom 9. bis 13. April 2020

Gründonnerstag, 9. April Maria beweint ihren Sohn 

Für eine Mutter ist es wohl das schlimmste und schwierigste, wenn sie von einem Kind Abschied nehmen muss, und wenn es der Tod ist, dann an seinem Grab stehen muss. 

Für Maria kam es noch heftiger, sie musste es geschehen lassen, dass ihr Sohn Jesus seinen letzten Weg hinauf nach Golgatha geht und dort als Verbrecher gekreuzigt wird. Er trägt sein Kreuz, den Querbalken des Kreuzes und der Längsbalken ist schon zur Hinrichtung aufgestellt. Das Kreuz wirft seine Schatten voraus. Welch ein Schicksal, welch eine Last hat auch sie, die Mutter Gottes, zu tragen! 

Angesichts des Todes eines uns nahestehenden Menschen tragen wir Angehörigen und Begleiterinnen schwer. Wir leiden mit, wir erleiden den Tod mit, denn wenn ein lieber Mensch stirbt, stirbt gleichzeitig ein Stück eigene Geschichte mit. Wir, und unser Leben werden ärmer, denn der Tod reißt den gemeinsamen Lebensfaden entzwei, und wir müssen getrennt, verlassen und verloren alleine weitergehen. Nur die Hoffnung auf ein Wiedersehen, wenn auch wir von dieser Welt gegangen sind, kann etwas Trost im Abschied sein. Und diesen Abschied für immer, diese Trennung durchlebt und durchleidet Maria auf dem Weg mit Jesus. 

Was mag ihr durch den Kopf und durch die Hände gehen? Vieles: die Geburt, der 12-jährige Jesus im Tempel, seine Taufe, wie er geredet hat zu den Menschen in Galiläa und im ganzen Land, Kranke geheilt hat, Tode auferweckt und Frauen einen Platz in seiner Gemeinschaft gegeben hat. Und nun dies! Der Weg hinauf nach Golgatha, der Weg in den Tod. 

Und Maria, seine Mutter, begleitet ihn. Eine letzte Berührung, ein letztes Mal treffen sich ihre Hände mit seinen Händen. Sie berührt ihn und er berührt sie. Und sie ist gerührt und berührt von dem, was da gerade passiert. 

Es hätte nicht so weit kommen dürfen. Doch sie konnte es nicht verhindern. Sein Weg führt in den Tod, das war absehbar, das wollten sie und alle seine Jüngerinnen und Jünger nicht sehen und verstehen. Denn wer will schon den Tod ins Auge sehen, nach diesem Jubel bei seinem Einzug in Jerusalem! Und jetzt wenig Tage später dies! 

Maria muss sich am Kreuz festhalten, ihre beiden Hände sind zu sehen, und Jesus legt vielleicht tröstend seien Hand auf die seiner Mutter. So als wolle er ganz ohne Worte sagen: Es ist gut so, lass es geschehen, ich will dich trösten und immer bei dir sein. Das verwandelte und ins Licht gesetzte Gesicht sagt vielleicht mehr aus als Wort. Oft wird Maria in der Darstellung einer Pieta in Holz und Stein gemeiselt. Maria, die Mutter Gottes die den Leichnam Jesu in den Händen hält und ihn beweint. Fast so, wie ein Neugeborenes hält sie den Sohn und trauert. Gründonnerstag, ein Tag des Greinens, des Beweinens, denn der Tod steht vor der Tür, das Leid einer Mutter will und muss getragen werden, das will uns dieser Tag wieder neu vor Augen führen. 

Susanne Marquardt 

Karfreitag, 10.April – Die Menschen unter Jesu Kreuz 

Der Hammer wird schon geschwungen, Es ist Karfreitag und Jesus wird ans Kreuz genagelt. Wer diesen Hammer schwingt, die Bibel verrät es uns nicht, die Tradition hat es nicht überliefert. Er hat keinen Namen, er hat kein Gesicht. Aber es muss ein starker Arm gewesen sein, ein großer Hammer, und dennoch unsichtbar, namenlos. 

Sind es nicht wir selbst? Bin nicht ich es, die mit all ihrer Schuld und Sünde Jesus mit ans Kreuz nagelt? 

Wer war da alles mit unter dem Kreuz, als Jesus auf Golgatha, der Schädelstätte gekreuzigt wurde? Wer alles schaute dabei zu? 

Sicher waren es die römischen Soldaten, die unter dem Kreuz warteten und die drei gekreuzigten Männer bewachten, bis diese verstarben. Und da es lange dauerte und ihnen sicher langweilig war, würfelten sie und verspielten den Mantel Jesu, der aus einem Stück gewebt war. Ihr Hauptmann erkannte in Jesus den Christus, den Sohn Gottes. Zuvor hatten sie auch noch das Schild INRI angebracht: Jesus von Nazareth, König der Juden. So seine Bezeichnung, so die Anklage, so der Spott und Hohn. 

Ob Pontius Pilatus unter dem Kreuz war, wie das Glaubensbekenntnis ihn als den einzigen Menschen neben Maria erwähnt: – gelitten unter Pontius Pilatus – ist nicht sicher. Denn er hat sich verwundert erkundigt, warum Jesus schon gestorben ist. (Markus 15,44) 

Dann waren da noch die Frauen, sicher auch Maria, seine Mutter. Das Johannesevangelium berichtet, dass der Lieblingsjünger Johannes unter dem Kreuz war und nun für Maria sorgen soll. Und bekannt geworden ist das Bild des Isenheimer Altars, das im Museum „Unter Linden“ in Colmar nach der Restaurierung wieder zu besichtigen sein wird . Hier zeigt Johannes mit seinem langen Finger auf den Gekreuzigten, auf den leidenden und sterbenden Jesus, auf den Christus. Und auf der anderen Seite steht die traurige schmerzverzerrte Maria, die den Sohn beweint. Auch viel Volk muss anwesend gewesen sein, denn es war Passahfest und viele Menschen waren in der Stadt. 

Karfreitag, der höchste evangelische Feiertag, so habe ich es als Kind in einem kleinen unterfränkischen Dorf erlebt: Beichte und Abendmahlsgottesdienst am Morgen, Todesstundenandacht am Mit-tag. Die Glocken schweigen und der Altar ist abgedeckt. Traurig und ruhig der ganze Tag auch für uns Kinder und es gab Karpfen aus dem eigenen See gefischt. Meine Mutter verkaufte in ihrem Tante Emma Laden angelieferten Seelachs. Keine Abenteuerfilme im Fernsehen, höchstens ein Jesusfilm, der sich tief in meine Erinnerungen eingegraben hat: Wie Jesus ans Kreuz genagelt wird und verstirbt. 

Karfreitag, ein schwarzer Tag. Karfreitag wie ein schwarzes Loch, das Aus und Vorbei, kein blauer Himmel. Doch aus und vorbei, ist noch nicht vorbei! Leben geht weiter über das schwarze Loch hinweg. 

An Karfreitag wollen wir das Leid und den Tod aushalten und bedenken. Denn er ist für uns gestorben, damit auch wir das Leben haben. 

Wir danken dir, Herr Jesus Christ, dass du für uns gestorben bist und hast und durch dein teu-res Blut gemacht vor Gott gerecht und gut. EG 79,1 Friedrich Spee 1628 

Susanne Marquardt 

Ostern, 12. /13. April – Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. Offb.1,18 

„Es geht um Leben oder Tod!“ – dieser Spruch zeigt höchs-te Dringlichkeit an. Im Rettungswagen wird auf diesen Spruch hin die Sirene ausgelöst; oder als uns das vor Augen geführt wurde im Blick auf COVID-19, wurden in unserem Land ganz friedlich enorme Beschränkungen ak-zeptiert. 

Um Leben oder Tod geht’s auch am Osterfest – mit dem entscheidenden Unterschied: Der Ausgang ist schon klar! 

Zunächst sieht es ja nach einem klaren Sieg für den Tod aus. Kampflos, ehrlos, gottverlassen stirbt Jesus am Kreuz. Der Tod hat seinen Rachen weit aufgesperrt und den Gottessohn verschlungen und alle Hoffnung, alles Licht mit ihm. Aber da hat er einen Brocken gebissen, den er nicht schlu-cken kann: das Totenreich muss Jesus wieder heraus geben – und ist damit ruiniert für immer. Das Leben hat gesiegt. Oder vielmehr: Der lebendige Gott hat gesiegt. 

Für immer! Das gilt auch für uns. 

Es geht um Leben oder Tod, auch für uns, in diesem Osterfest! Denn weil Jesus auferstanden ist, kann er uns auch heute ein Freund und Begleiter sein. Und was für ein Begleiter! 

Als wir Pfarrer und Pfarrerinnen mal einen Besuch im hiesigen Gefängnis gemacht ha-ben, da fielen hinter uns grade so krachend die Türen ins Schloss, wie hinter den Gefangenen. Das war ganz schön beklemmend. Aber wir mussten uns keine Sorgen machen, denn wir hatten den Beamten mit sei-nem Schlüsselbund bei uns – die Freiheit war uns gewiss. 

So ist’s mit Krankheit, Sterben und Tod für uns Christen – das ist beängstigend, ohne Zweifel. Aber wir haben den zum Helfer und Freund, der die Schlüssel hat! Der Tod kann uns nicht halten, denn er hat sich an Jesus die Zähne ausgebissen. Das Leben ist uns gewiss. 

Darauf ein fröhliches „Halleluja!!“ 

Elisabeth Küfeldt 

Öffnungszeiten der Innenstadtkirchen an Ostern 2020

Die Ansbacher Innenstadtkirchen St. Gumbertus und St. Johannis
Die Ansbacher Innenstadtkirchen St. Gumbertus und St. Johannis

Das tägliche Gebet, das um 12 Uhr stattfindet wird am Karfreitag um 15 Uhr zur Todesstunde Jesu in St. Gumbertus stattfinden. Dieses Gebet hält die Regionalbischöfin Gisela Bornowski.

Die Ansbacher Innenstadtkirchen St. Gumbertus und St. Johannis sind in dieser Woche und an den Osterfeiertagen immer von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Darüber hinaus sind St. Johannis am Karsamstag bis 22 Uhr und St. Gumbertus am Ostermorgen ab 6 Uhr geöffnet.

Gebet für Mittwoch, 8. April 2020

Das Gebet zum heutigen Tag wird/wurde um 12 Uhr auch in St. Gumbertus gebetet.

Ich bete mit dem Passionslied “Holz auf Jesu Schulter” aus dem Evangelischen Gesangbuch:

Holz auf Jesu Schulter, von der Welt verflucht, ward zum Baum des Lebens und bringt gute Frucht.

Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten, laß uns auferstehn.

Wollen wir Gott bitten, daß auf unsrer Fahrt Friede unsre Herzen und die Welt bewahrt. Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.

Denn die Erde klagt uns an bei Tag und Nacht. Doch der Himmel sagt uns: Alles ist vollbracht!

Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten,
laß uns auferstehn.

Wollen wir Gott loben,
leben aus dem Licht.
Streng ist seine Güte, gnädig sein Gericht. Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn. Ruf uns aus den Toten, laß uns auferstehn.

Denn die Erde jagd uns auf den Abgrund zu. Doch der Himmel fragt uns: Warum zweifelst du?

Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten, laß uns auferstehn.

Hart auf deiner Schulter, lag das Kreuz, o Herr, ward zum Baum des Lebens, ist von Früchten schwer.

Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn.

Ruf uns aus den Toten, laß uns auferstehn.

(EG 97; Text von Jürgen Henkys). Das Lied unterliegt dem Urheberrecht, der Text wird daher zum 14. April 2020 wieder gelöscht.

Herr, in der Stille sagen wir dir, was uns persönlich bewegt:

Stille

Wir beten gemeinsam: Vater unser…

Und es segne und behüte euch der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist, Amen.

Janina Wölfel

Gebet für Dienstag, 7. April 2020

Das Gebet zum heutigen Tag wird/wurde um 12 Uhr auch in St. Gumbertus gebetet.

EG 631 (Bayern) All Eure Sorgen …

Gebet:

Jesus spricht: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Oder ist ein Mensch unter euch, der seinem Sohn, wenn er ihn bittet um Brot, einen Stein biete? Oder der ihm, wenn er ihn bittet um einen Fisch, eine Schlange biete? Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten! (Matthäus 7, 7-11)

Guter Gott, so hast Du durch Deinen Sohn Jesus Christus gesprochen und so klopfe ich an bei Dir.
Ich möchte gerne glauben, dass das so ist. 

Ich möchte diese Zuversicht haben, dieses Vertrauen, diese Gelassenheit.

Und darum bitte ich Dich: Wehre meiner Skepsis. Manchmal schützt sie mich wohl vor allzu viel Unbekümmertheit. Manchmal nährt sie meine eigenen Anstrengungen.

Aber ich kenne es doch auch, dass sie mich runterzieht, mich lähmt und blockiert. Schon vorher mit Steinen zu rechnen, wenn es doch auch Brot geben könnte, ist doch eigentlich dumm. 

Darum lass mich die heitere Gelassenheit erlernen, die Jesus empfiehlt.
Lass mich damit rechnen, dass Du offen bist, meine Gebete zu erhören;
dass Du mächtig bist, für Heilung zu sorgen,
und dass Du barmherzig bist, die Menschen mit neuer Kraft zu versorgen:
die Pflegerinnen und Pfleger, Ärztinnen und Ärzte, 
die Verantwortung tragen und sich um andere sorgen,
die krank sind und Hilfe nötig haben,

und all die, die ich Dir in der Stille nennen möchte:

Guter Gott, ich klopfe an bei Dir. Tu Deine Herzenstür auf, hier und überall in der Welt. 

Denn Du bist doch unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name …

Segen

Pfarrer Thomas Meister

Gebet für Montag, 6. April 2020

Das Gebet zum heutigen Tag wird/wurde um 12 Uhr auch in St. Gumbertus gebetet.

Gebet

Ja, Herr, bleib bei uns in diesen Zeiten, in denen wir so hilflos sind.

Viele Menschen drohen den Halt zu verlieren, weil das Dunkel nach ihnen greift.
Wir denken an die, die bis zur Erschöpfung arbeiten, an die, die anderen unter schwierigsten Bedingungen helfen.
Wir denken an die, die in ihrer Existenz bedroht sind und nicht wissen, wie es weitergehen kann.
Bleib bei ihnen und gib ihnen, 
gib uns allen Kraft und Zuversicht.

Viele Menschen sind krank, ringen mit dem Tod. 
Bleib bei ihnen, bleib bei ihren Angehörigen und schenk ihnen, schenk uns allen Hoffnung und Zeichen deiner Nähe und Gegenwart.

Bleib bei uns in unseren Gemeinden, in unserer Stadt, ins unserem Land und hilf, dass wir einander nicht mit Misstrauen begegnen, sondern mit Offenheit und Herzlichkeit.

Bleib bei uns und gib uns offene Augen, offene Ohren und ein weites Herz für die Sorgen und Nöte der Menschen.
Schenk uns Phantasie, wie wir füreinander da sein können.

Du hast versprochen:
Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende
Lass uns auf dich, den Gekreuzigten und Auferstandenen, vertrauen und sei im Leben und im Sterben unser Halt und unser Trost.

Amen

Bleib bei mir, Herr

1. Bleib bei mir, Herr! Der Abend bricht herein. 
Es kommt die Nacht, die Finsternis fällt ein. 
Wo fänd ich Trost, wärst du mein Gott nicht hier? 
Hilf dem, der hilflos ist: Herr, bleib bei mir! 

2. Wie bald verebbt der Tag, das Leben weicht, 
die Lust verglimmt, der Erdenruhm verbleicht; 
umringt von Fall und Wandel leben wir. 
Unwandelbar bist du: Herr, bleib bei mir! 

3. Ich brauch zu jeder Stund dein Nahesein, 
denn des Versuchers Macht brichst du allein. 
Wer hilft mir sonst, wenn ich den Halt verlier? 
In Licht und Dunkelheit, Herr, bleib bei mir! 

4. Von deiner Hand geführt, fürcht ich kein Leid, 
kein Unglück, keiner Trübsal Bitterkeit. 
Was ist der Tod, bist du mir Schild und Zier? 
Den Stachel nimmst du ihm: Herr, bleib bei mir! 

5. Halt mir dein Kreuz vor, wenn mein Auge bricht; 
im Todesdunkel bleibe du mein Licht. 
Es tagt, die Schatten fliehn, ich geh zu dir. 
Im Leben und im Tod, Herr, bleib bei mir!
 (EG 488)

Gedanken zu den Tageslosungen vom 6. bis 11. April 2020

Montag, 6. April – Tageslosung: Jesus spricht: Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeu-ge. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme. (Johannes 18,37) 

Stellen wir uns vor, wir sitzen im Gerichtssaal, vor uns der Angeklagte, gegenüber der Richter. “Also”, sagt der Richter, “was können Sie zu Ihrer Verteidigung vorbringen”? 

“Ich bin dazu geboren und in die Welt gekom-men, dass ich die Wahrheit bezeuge”, sagt der Angeklagte. Oh – mit dieser Antwort hat der Richter nicht gerechnet. “Was ist Wahrheit?“, denkt er sich und fängt an zu grübeln. 

So ähnlich hat es sich nach dem Johannesevangelium vor knapp 2000 Jahren ereignet, als Jesus von Pilatus verhört wurde. Und genau wie Pilatus damals fragen wir uns auch heute manchmal: Was ist Wahrheit? 

Es ist häufig gar nicht so einfach, zwischen den verschiedenen Berichterstattungen einen klaren Überblick zu behalten. Und zu beurteilen, was Fakten oder was eine Verschwörungstheorie ist, ist auch nicht immer leicht. Aber es ist gut, sich hin und wieder die Frage zu stellen: Was ist Wahrheit? Das Johannesevangelium sagt, Jesus bezeugt die Wahrheit. Was ist Wahrheit? Ist das Gott? Ist das Jesu Botschaft, die von Umkehr, von Nächstenliebe und vom Himmelreich spricht? 

Ich lade Sie ein, selbst einmal ins Grübeln zu kommen: Was ist für mich Wahrheit? Und was heißt es für mich, wenn Jesus diese Wahrheit bezeugt?

Janina Wölfel 

Dienstag, 24. März – Tageslosung: Darum lassen auch wir nicht ab, für euch zu be-ten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis sein. (Markus 4, 40) 

Ist das ein Vorwurf? Oder ist es Verwunderung? Oder eine echte Frage? 

Die Jünger sind mit Jesus im Boot in einen Sturm geraten. Die Wellen schlagen ins Boot. Es bekommt Schieflage und droht zu sinken. Sie fürchten sich und zittern. Wer kann es ihnen verdenken? 

Klar: Jesus sitzt mit im Boot. Manches haben Sie auch schon mit ihm erlebt: Wie wortgewaltig er von Gott spricht, welche Macht er hat und wie Kranke heilt. Aber dieser Sturm, diese Naturgewalt – wer sollte dem Stand halten? 

Zwischen Zweifel, Vertrauen und Hoffnung schwanken wir auch immer wieder. Die Jünger sind uns sehr nahe. „Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben!“ So heißt es in der Jahreslosung. 

Glauben als Vertrauen in bedrohli-chen Zeiten ist ein Geschenk. Es nährt sich aus Erfahrung, aus denen, die ich selbst gemacht ha-be und auch aus denen, die andere mir erzählen und mir Mut machen. Diese brauche ich wie die tägliche Nahrung. Sie liegen in der Bibel bereit. Da ist es gut, darin täglich neu zu lesen, zu hören und zu beten. Das soll mein Beitrag sein. Und davon will ich weitererzählen, gerade in stürmischen Zeiten. 

Thomas Meister 

Mittwoch, 8. April – Tageslosung: Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist rüste mich aus. (Psalm 51,14) 

Wir sind in einer Wüstenzeit, die Passionszeit ist hautnah zu erleben. 

Wie geht es Ihnen mit den Einschränkungen in der persönlichen Freiheit in diesen Tagen? Die meisten sagen: Ja, es macht Sinn! Der Gesundheitsschutz, gerade der älteren Menschen und der Vorerkrankten muss vorgehen! 

Aber daheim bleiben müssen, keine persönlichen Kontakte pflegen können, das ist schon hart. Bei meinen Telefonaten höre ich so auch beides: Die Zustimmung und die Klage, Gelassenheit und Ungeduld. 

Hilfsangebote gibt es einige. Viele sind bereit, Einkäufe zu übernehmen oder anderweitig zur Seite zu stehen. Auch wir als Kirchengemeinde bieten uns ja an. Wir organisieren etwas für Sie und telefonieren auch gerne, damit die Zeit nicht zu sehr an den Nerven zehrt. Und so halten wir alle zusammen, damit Gott uns mit einem „willigen Geist“ ausstatten kann, diese Zeit durchzustehen. 

„Komm, Heilger Geist, mit deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft!“ (EG 564) 

Thomas Meister 

Donnerstag, 9. April – Tageslosung/Lehrtext: Als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.  (Markus 14, 26) 

Der Lehrtext für den heutigen Gründonnerstag stammt aus dem Markusevangelium im 14. Kapitel. Nachdem Markus vom Abendmahl Jesu mit den Jüngern berichtet hat, ist folgender Satz zu lesen: „ Als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg“. Das Abendmahl wird oft auch mit dem Namen Eucharistie, also Danksagung, benannt. Das Abendmahl, eigentlich der ganze Gottesdienst ist Danksagung an Gott. Menschen haben immer wieder allen Grund, Gott dankbar zu sein. Dies muss man sich gerade in den jetzigen Zeiten bewusst machen. 

Immer wieder berichten Gläubige davon, dass Gott ihr Gebet erhört hat. Auch die Erzählungen in der Bibel zeigen uns einen Gott, der sich rettend den Menschen zuwendet. Und schließlich ist Gott in seiner Herrlichkeit und damit um seiner selbst willen zu loben. Weil Gott Gott ist, deshalb können und sollen wir ihn loben. Dieses Gotteslob ist auch zugleich eine Wohltat für die Menschen. Indem der Mensch Gott lobt, kann er von sich selbst absehen. Er gewinnt Distanz auch von seinen Ängsten, genauso wie von seinen Begierden. Das Gotteslob ist eine Wohltat für uns Menschen, gerade auch dann, wenn uns ein schwieriger Weg bevorsteht. 

Dr. Dieter Kuhn 

Karfreitag, 10. April – Tageslosung: Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewi-ge Leben haben. (Johannes 3,16) 

Bei diesen Worten fällt mir zuerst Weihnachten ein. So sehr liebt uns Gott, dass er uns ganz nahe kommen will. Er wird Mensch, wird klein und wehrlos und erreicht so unsere Herzen und gewinnt unser Vertrauen. Gott will, dass wir nicht in Angst, in Schuld, im Tod verloren sind – aus Liebe. 

Es gibt Weihnachtsbilder, da hängt oben am Balken des Stalles schon das Kreuz, das auf dieses Kind in der Krippe wartet. Jesus geht seinen Weg durch die Welt, nichts Menschliches ist ihm fremd. Er kennt Angst, Leiden, ja, er kennt auch den Tod. Es ist unbegreiflich, aber durch Jesus, durch sein Leiden und Sterben, werden wir heil. Nur der, der unser Leben ganz kennt und es bis hin zum Tod durchschritten hat, kann uns von Angst und Tod erlösen. Jesus ist unsere Rettung, unser Heil, wir sind nicht verloren. Darum gibt Gott ihn, seinen Sohn – aus Liebe zu uns. 

Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken, mich in das Meer der Liebe zu versenken, die dich bewog, von aller Schuld des Bösen uns zu erlösen. (EG 91,1) 

Amen 

Andrea Möller 

Samstag, 11. April – Tageslosung: Christus hat unsere Sünden selbst hinaufgetragen an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben. (1. Petrus 2, 24) 

Was hatten die Menschen gedacht? Sie hätten einen Verbrecher ans Kreuz genagelt. Sie hätten dem Nazarener und seiner Bewegung ein Ende gesetzt. 

Aber sie haben sich getäuscht. So radikal getäuscht! Kein Verbrecher, kein endgültiger Tod, kein Ende der Bewegung. Im Gegenteil. 

Aus dem Kreuz wächst neues Leben. Die Menschen erleben und begreifen: Jesu Gang ans Kreuz war keine Niederlage, für Jesus nicht und auch für uns nicht. Er war der Sieg über Sterben und Tod. Jesus ist stellvertretend für uns gestorben. Der Weg zu Gott ist frei. Unsere Sünden sind keine unüberwindbare Barriere mehr. Durch Jesu Auferstehung haben auch wir neues Leben. Aus lauter Gnade können wir aufleben und als Gerechtfertigte weiter gehen. 

Morgen ist Ostern. Und sein Licht strahlt uns schon entgegen. 

Thomas Meister 

Gebet für Palmsonntag, 5. April 2020

Das Gebet zum heutigen Tag wird/wurde um 12 Uhr auch in St. Gumbertus gebetet.

aus Psalm 91

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt,

der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.

Denn er errettet dich vom Strick des Jägers und von der verderblichen Pest.

Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln.

Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht,

Denn der HERR ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht.

Es wird dir kein Übel begegnen, und keine Plage wird sich deinem Hause nahen.

Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,

dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

Gott spricht: 
»Er liebt mich, darum will ich ihn erretten; 
er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen.

Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen.

Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil.«

Gebet 

Jetzt, mein Gott, täten Engel gut.
An unserer Seite und um uns herum.
Denn wir brauchen Mut.
Und Phantasie.
Und Zuversicht.
Darum: Sende deine Engel.
Zu den Kranken und zu den Besorgten. 

Sende deine Engel zu denen, die anderen zu Engeln werden: 
Ärztinnen und Pfleger, 
Rettungskräfte und Arzthelferinnen,
alle, die nicht müde werden, anderen beizustehen.

Sende deine Engel zu den Verantwortlichen 
in Gesundheitsämtern und Einrichtungen,
in Politik und Wirtschaft.
Und zu den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern 
auf der Suche nach Heilmitteln und Impfstoffen.

Sende deine Engel zu denen,
die durch die Pandemie in wirtschaftliche Not gekommen sind und um ihre Existenz bangen.

Sende deine Engel auch zu denen, 
an die kaum jemand denkt – jetzt in der Zeit der Pandemie:
Die Menschen auf der Straße, 
die Armen, 
die Geflüchteten in den Lagern in Griechenland 
und im türkisch-griechischen Grenzgebiet.

Jetzt, mein Gott, tun uns die Engel gut.
Du hast sie schon geschickt.
Sie sind ja da, um uns herum.
Hilf uns zu sehen, was trägt.
Was uns am Boden hält und mit dem Himmel verbindet,
mit dir, mein Gott.
Denn das ist’s, was hilft und tröstet.
Jetzt und in Ewigkeit.
Amen

(nach einem Gebet von Pfarrerin Doris Joachim, EKHN)

Pfarrerin Andrea Möller

Gebet für Samstag, 4. April 2020

Das Gebet zum heutigen Tag wird/wurde um 12 Uhr auch in St. Gumbertus gebetet.

Ich lese Verse aus Psalm 102 

1 Ein Gebet für den Elenden, wenn er verzagt ist und seine Klage vor dem HERRN ausschüttet. 

2 HERR, höre mein Gebet und lass mein Schreien zu dir kommen! 3 Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not, / neige deine Ohren zu mir; wenn ich dich anrufe, so erhöre mich bald!…

18 Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmäht ihr Gebet nicht. 

19 Das werde geschrieben für die Nachkommen; und das Volk, das er schafft, wird den HERRN loben. 

20 Denn er schaut von seiner heiligen Höhe, der HERR sieht vom Himmel auf die Erde, 

21 dass er das Seufzen der Gefangenen höre und losmache die Kinder des Todes, …

24 Er demütigt auf dem Wege meine Kraft, er verkürzt meine Tage.

25 Ich sage: Mein Gott, nimm mich nicht weg / in der Hälfte meiner Tage! Deine Jahre währen für und für. 

26 Du hast vorzeiten die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk. 

27 Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie werden alle veralten wie ein Gewand; wie ein Kleid wirst du sie wechseln, und sie schwinden dahin. 

28 Du aber bleibst, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende. 

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen

Allmächtiger, barmherziger Gott,

zu dir kommen wir, denn du hast die Macht zu helfen – und wir vertrauen auf deine Liebe, dass du uns hörst und erhörst.

So bitten wir dich auch heute wieder für unser Land und diese Welt:

Mach dieser Krankheit ein Ende. Wehre dem Leiden, stärke die Kranken, ermutige die Ängstlichen, steh bei den Sterbenden. 

Wir bitten dich aber auch: Mach diese besondere Zeit zu einem besonderen Segen. Wecke die Gleichgültigen auf, schenke den Satten und Zufriedenen eine Sehnsucht nach dir und einen Hunger nach dem Sinn des Lebens. Mach uns mutig, Zeuge zu sein von dir.  

Stärke die Menschen, die anderen dienen, beruflich oder im Ehrenamt oder in der Nachbarschaft. Lass die Liebe wachsen unter uns.

Und wir bitten dich: Lass viele Menschen, erkennen, wie zerbrechlich und vergänglich diese Welt und ihre Sicherheiten sind – und dass du bleibst wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende.

In der Stille legen wir unsere persönlichen Anliegen vor dich: …

Dir sei Ehre heute und in Ewigkeit, durch unseren Herrn Jesus Christus, Amen

Elisabeth Küfeldt

Gebet am 2. April 2020

Das Gebet zum heutigen Tag wird/wurde um 12 Uhr auch in St. Gumbertus gebetet.

Ich lese Worte aus Römer 8:

Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?
Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen?

Gott ist hier, der gerecht macht. Wer will verdammen?

Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt.

Wer will uns scheiden von der Liebe Christi?
Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?

Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes
noch eine andere Kreatur
uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

Guter Gott,
wir werden nicht verfolgt, aber es ist schwer für uns, soziale Kontakte zu vermeiden und von lieben Menschen getrennt zu sein.
Wir bitten dich:
wo gerade die Kraft fehlt, verleihe du Kraft und Ausdauer
wo gerade die Hoffnung schwindet, schenke du sie
wo gerade die Trauer überwiegt, gib du Trost
wo gerade die Angst lähmt, lass du Ruhe einkehren
wo gerade die Skepsis vorherrscht, schenke Mut zum Vertrauen
wo gerade die Krankheit die Oberhand gewinnt, gewähre Heilung
wo gerade der Zweifel übermannt, verleihe du Glauben.

In der Stille bringen wir vor dich, was uns sonst noch bewegt:

Stille

Wir beten gemeinsam mit den Worten, die dein Sohn uns gelehrt hat: Vater unser…

Und es segne und behüte euch der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist, Amen.

Vikarin Janina Wölfel 

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