500 Jahre Reformation – Veranstaltungen in Ansbach bis Dezember 2017

Cover des Flyer für das 2. Halbjahr 2017 zu 500 Jahre Reformation in Ansbach

Cover des Flyer für das 2. Halbjahr 2017 zu 500 Jahre Reformation in Ansbach

Mit der Veröffentlichung von 95 Thesen zum Ablasshandeln löste im Jahr 1517 Martin Luther die Reformation aus. 2017 jährt sich dieses Ereignis, das bis heute spürbare und tiefgrei- fende Veränderungen verursacht hat zum 500. Mal.

Im Fürstentum Brandenburg – Ansbach – Kulmbach kam die Wende zum evangelischen Glauben mit dem Regierungsantritt von Markgraf Georg dem Frommen, der 1528 eine Kirchenvisitation in seinem Gebiet durchführen ließ. Die St. Gumbertuskirche (1736 –1739) ist ein sichtbares und beeindruckendes Zeugnis dafür.

Grund genug für die Stadt Ansbach, die auch heute noch dem evangelischen Glauben tief verbunden ist, diesem wichtigen Jubiläum mit einem Veranstaltungsjahr Rechnung zu tragen.

Der Flyer der Stadt Ansbach zum Reformationsjubiläum für Juni-Dezember 2017 kann hier als PDF geladen werden, liegt in gedruckter Form auch im AKUT zum Mitnehmen aus.

 

Abschied und Neuanfang

Ulrike Walch

Ulrike Walch

Im Leben der Kirche und ihrer Gemeinden kommen Menschen, um mit ihren Gaben das Gemeindeleben zu gestalten und irgendwann ziehen sie weiter, um neue Aufgaben zu übernehmen. Das erleben wir zurzeit in unserer Pfarrei und in der Gesamtkirchengemeinde.

Mit großem Bedauern haben wir vor einigen Wochen vernommen, dass unsere Kantorin, Frau Ulrike Walch, nach 10 Jahren Dienst in Ansbach ab September eine neue Aufgabe bei den „Klangfängern“ des Windsbacher Knabenchores übernehmen wird!

Als Pfarrei St. Gumbertus – St. Johannis, als Kirchengemeinden in Stadt und Dekanat danken wir für alles gute Miteinander im Bereich der Kirchenmusik und darüber hinaus!

Neben der kirchenmusikalischen Gestaltung der Gottesdienste lagen „unserer“ Kantorin Ulrike Walch vor allem der stetige Aufbau und die Leitung des Spatzenchores und der Kinderkantorei sehr am Herzen. Viele Kinder wurden in unseren Chören musikalisch und geistlich geprägt. Unsere Kinderchöre bereichern immer wieder unser gottesdienstliches Leben. Durch die Ausbildung von OrgelschülerInnen, die Vorbereitung und Durchführung von kirchenmusikalischen Veranstaltungen prägte sie das kirchliche Leben. Eine besondere Herausforderung meisterte sie mit der Organisation und Vertretung der zeitweisen vakanten ersten Kantorenstelle. Sie war Ansprechpartnerin für alle kirchenmusikalischen Fragen.

Für all dies, vor allem aber die zahlreichen ungenannten Dienste und Arbeiten über das dienstliche Stundenmaß hinaus, können wir nur „Danke“ sagen!

Im Gottesdienst am 23. Juli 2017 verabschieden wir Ulrike Walch  in St. Johannis und laden herzlich ein! Für alle neuen Aufgaben wünschen wir von Herzen „Gottes Segen“!

Neue, gute  Nachrichten gibt es in der Pfarrei St. Gumbertus – St. Johannis zu vermelden. Ab dem 1.11.2017 wird die vakante Pfarrstelle in St. Johannis mit Pfarrerin Andrea Möller wiederbesetzt. Sie wird sich selber in einem der kommenden Gemeindebriefe persönlich vorstellen. Wir freuen uns sehr, dass diese rasche Wiederbesetzung möglich ist!

Bezirksposaunentag gefeiert

Gottesdienst zum Bezirksposaunentag in St. Gumbertus

Gottesdienst zum Bezirksposaunentag in St. Gumbertus

Mit 70 Bläsern und zahlreichen Gottesdienstbesuchern feierte der Posaunen-Bezirk Ansbach am 7. Mai 2017 ein klanggewaltiges Posaunenfest. Nach einem Gottesdienst in St. Gumbertus mit festlicher Bläsermusik und einer Predigt von Dekan Stiegler musizierten die Bläser (aus nahezu allen Posaunenchören des Dekanats) noch eine Matinee mit Musik aus vier Jahrhunderten.

Mit einem gemütlichen Kirchkaffee im gastfreundlichen Beringershof klang der Bezirksposaunentag aus.

 

Angebote in St. Johannis im Juni 2017

Logo St. JohannisDer gemeinsame Seniorenkreis Hennenbach und Steingruberstraße trifft sich im Juni zu einem besonderen Thema an besonderem Ort: Am Dienstag, dem 13. Juni 2017, 14.30 Uhr sind sie zusammen mit dem Evangelischen Frauenbund eingeladen in das Gemeindehaus der katholischen Pfarrei Christkönig zu einem Vortrag von Prof. Dr. Klaus Raschzok unter dem spannenden Titel „Martin Luther als ökumenische Gestalt“

Der Besuchsdienstkreis trifft sich am Mittwoch, 21. Juni 2017, 16 Uhr in der Küche des Dekanats.

Am Freitag 2. Juni 2017, 10.30 Uhr findet im Gemeindehaus Steingruberstraße der monatliche Kindergarten-Gottesdienst statt. Alle Eltern und Großeltern, die es an so einem Vormittag möglich machen können, sind herzlich dazu eingeladen!

Der Frauentreff St. Johannis geht diesmal auf große historische Reise. Wir treffen uns am Donnerstag, den 1. Juni 2017 um 19.30 Uhr in der St. Johanniskirche. Dort erwartet uns Stadtkirchner Holger G. Lang und nimmt uns mit in die Zeit der Reformation und deren heutige Darstellung in der Kirche. Information bei Frau Ziegler, Tel.: (0981) 85273.

 

Konfirmationen in St. Johannis am 2. und 9. April 2017

In einer festlich geschmückten Kirche feierten Jugendliche in St. Johannis rund um den Sonntag Judika, 02. April 2017 sowie um den Palmsonntag, 09. April 2017 das Fest ihrer Konfirmation.

Am Sonntag Judika Konfirmation mit Pfarrerin Elfriede Raschzok

In einem festlichen Abendmahlsgottesdienst, unter der musikalischen Gesamtleitung des Dekanatskantors Carl Friedrich Meyer wurden unter Posaunenklängen des CVJM-Posaunenchores und einem kleinen Projektchor 22 jungen Christen eingesegnet und an den Tisch des Herrn geladen. Das ehrenamtliche Team, das Pfarrerin Raschzok in den beiden zurück liegenden Jahren im Unterricht begleitet hatte, haben den Beichtgottesdienst am Samstag und den Konfirmationsgottesdienst mitgestaltet. Für diese engagierte, treue Begleitung sei Martina Vogl, Gisela Lengfeld, Felix Padur , Felix Trossmann und Jannika Hoberg von Herzen „Danke“ gesagt.

Am Palmsonntag Konfirmation mit  Pfarrerin Elisabeth Küfeldt

„Gott spielt in meinem Leben keine Rolle…“ – unter diesem provozierenden Thema feierten 21 junge Menschen an Palmsonntag ihre Konfirmation. Was eher nach dem Thema einer atheistischen „Jugendweihe“ klang, ergänzte sich aber bald zum (nicht weniger provozierenden!) Satz „… er ist der Regisseur“. Dass unsere Konfirmanden und Konfirmandinnen einen wunderschönen und festlichen Start in ihr Christenleben unter dem besten aller Regisseure bekommen, dafür gaben Kantorin Ulrike Walch und der CVJM-Posaunenchor in den Gottesdiensten ihr Bestes – so wie die Konfi-MitarbeiterInnen Frauke Bock, Jana Pesendorfer , Antonia Lucke und Hans Kerzdörfer schon zuvor in den zwei Jahren Unterricht. Allen ein herzliches „Danke“ für ihr Engagement!

Elfriede Raschzok und Elisabeth Küfeldt

Dank für Engagement im Time-out-Jugendgottesdienst

Über acht Jahre hinweg hat Frau Lisa Becker-Weinert zusammen mit einem engagierten Team regelmäßig Jugendgottesdienste geplant, vorbereitet und gefeiert. In den ersten Jahren wurden die „Time-out Jugendgottesdienste“ im Gemeindezentrum St. Johannis noch mit Pfarrer Brandenberg gefeiert, in den letzten beiden Jahren im Gemeindehaus Hennenbach. Im November ist das Team übereinstimmend zu dem Ergebnis gekommen, dass Gott einen neuen Weg gezeigt hat. Es gibt jetzt einen wachsenden Hauskreis, aber die Jugendgottesdienste finden so nicht mehr statt.

Ein ganz herzliches Danke Frau Lisa Becker-Weinert und dem Team für das treue und intensive Engagement in der Verkündigung. Gott segne das Zusammenkommen unter seinem Wort im Hauskreis.

Elfriede Raschzok

Alle Jahre wieder … ein herzliches Dankeschön!

Auf- und Abbau unserer Krippe in der St. Johanniskirche

Auf- und Abbau unserer Krippe in der St. Johanniskirche

Weihnachten ist ein Fest, zu dem schnell einmal ein paar helfende Hände gebraucht werden. Manche Arbeiten können einfach nicht alleine erledigt werden, wie z.B. der Auf- und Abbau unserer Krippe in der St. Johanniskirche. So ist zwar nicht unbedingt guter Rat teuer, aber helfende Hände sind nicht selbstverständlich. Die letzten 10 Jahre hat Martina Vogl eine kleine Gruppe von Konfirmandinnen und Konfirmanden um sich geschart und mit ihnen zusammen den Krippenaufbau durchgeführt.

Auf- und Abbau unserer Krippe in der St. Johanniskirche

Auf- und Abbau unserer Krippe in der St. Johanniskirche

Zwar waren die Zutaten immer die gleichen, aber jedes Jahr hat das Ergebnis etwas anders ausgesehen und hat aufs Neue fasziniert. Leider wird sich Frau Vogl künftig aus dieser Arbeit zurückziehen. Die Kirchengemeinde St. Johannis und ihr Kirchner sagen für die 10 Jahre freundlichste Unterstützung ein ganz herzliches Dankeschön. Neben der immer wieder besonders gestalteten Krippe gibt es gute Erinnerungen an so manchen Spaß beim Aufbau und der einen oder anderen Tasse wärmenden Tee.

Auf- und Abbau unserer Krippe in der St. Johanniskirche

Auf- und Abbau unserer Krippe in der St. Johanniskirche

Wie geht es weiter? Vielleicht haben ja Sie Interesse, unsere Krippe künftig mit mir zu gestalten? Denn zu Weihnachten gehört eine Krippe einfach mit dazu – und wie gesagt: alleine geht es nicht. Ich freue mich auf eine nette zukünftige Zusammenarbeit.

Kirchner Holger Lang

 

Gottesdienstchor „AnKlang“ lädt zum Mitsingen ein

Gottesdienstchor „AnKlang“

Gottesdienstchor „AnKlang“

Jeden Mittwoch trifft sich der Chor „AnKlang“ im Gemeindezentrum St. Johannis von 18.00 – 19.00 Uhr zur Probe. Unter der Leitung von Carl Friedrich Meyer üben die 17 Sängerinnen und Sänger Lieder, Choräle, Kanons und auch moderne Songs ein. Da der Chor sehr flexibel ist, können lang- und kurzfristige Auftritte bei den verschiedensten Gelegenheiten stattfinden. Ob Gottesdienste, musikalische Andachten, Gumbertusvesper, Ökumenisches Weihnachtsliedersingen… „AnKlang“ ist zur Stelle und wächst mit den musikalischen Aufgaben!

Über weiteren sängerischen Zuwachs freuen sich alle und laden herzlich zum Mitsingen und zu einer offenen, fröhlichen Gemeinschaft ein. Der Chor singt vierstimmig, so dass für jeden neuen Interessierten die richtige Stimmlage dabei ist!
Probieren Sie es doch mal aus…

Infos bei Dekanatskantor Carl Friedrich Meyer:
Tel: 0981/9538108
cfm@an-klang.info

EBW Programm Januar bis April 2017 erschienen

Evangelisches Bildungswerk im Dekanat Ansbach e.V.

Evangelisches Bildungswerk im Dekanat Ansbach e.V. (EBW)

Das EBW Jahresthema „500 Jahre Reformation“wird in Kooperation mit anderen Bildungseinrichtungen gestaltet, deren Veranstaltungen im EBW-Programm mit veröffentlicht sind. Über die zahlreichen Veranstaltungen zum Jubiläum in anderen Gemeinden und Städten Bayerns können Sie sich unter www.luther2017-bayern.de im Internet informieren.

Besonders möchten wir in diesem Frühjahr Interessierte und Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit zu einer 3-teiligen Reihe „Migration und Integration“ (S. 7) einladen.

Bereits am 18. Januar steht der Iran im Brennpunkt eines Vortrags in der Hochschule Ansbach (S. 6).

Wir laden Sie ein, mit uns unterwegs zu sein bei 3 Seniorenfahrten (S. 14) und 2 Studienfahrten nach Nürnberg zur Landesausstellung Karl IV. am 18. Februar (s. 8) und nach Veitshöchheim zur Synagoge und dem jüdischen Kulturmuseum am 10. März ( S. 9). Auch beteiligen wir uns wieder an der „Woche der Brüderlichkeit“ in Ansbach (S. 8-10) und laden zum zweiten Mal zu einer regionalen Kirchenführerausbildung von März-Oktober 2017 ein (S. 11).

Für die Studienreise „Italien – Luthers ‚Große Wallfahrt‘ nach Rom“ 20.-25.03.17 sind noch Nachmeldungen möglich, der Anmeldeschluss wurde bis 15.01. verlängert (S. 15)!

Wir hoffen, dass für Sie etwas Interessantes dabei ist und würden uns über Ihre Teilnahme an unseren Veranstaltungen freuen.

Download EBW-Programm Januar bis April 2017

Evangelisches Bildungswerk im Dekanat Ansbach
Schaitbergerstr. 18, 91522 Ansbach
Tel.: 0981-9523122
Fax: 0981-9523129

Homepage: www.ebw-ansbach.de

Anneliese Beyer seit ihrer Jugend Brückenbauerin zwischen St. Gumbertus und St. Johannis

Anneliese Beyer

Anneliese Beyer

Schon werden die Weichen für das Krippenspiel gestellt: Anneliese Beyer seit ihrer Jugend Brückenbauerin zwischen St. Gumbertus und St. Johannis

Pfarrerin Raschzok: Liebe Anneliese, wie lange schlägt eigentlich Dein Herz schon für den Kindergottesdienst und was hat Dein Interesse, Deine Freude dafür geweckt?

Anneliese Beyer: Ich bin von klein auf selbst gerne in den Kindergottesdienst gegangen. Zuerst ging ich mit meiner Mutter zusammen mit meinem Bruder in die St. Johanniskirche in den Hauptgottesdienst, im Anschluss daran besuchten wir Kinder in St. Gumbertus den Kindergottesdienst. Ich wollte dort die biblischen Geschichten hören. Wir waren damals 500 bis 600 Kinder und bei den Erntedankfestzügen erinnere ich mich an 300 Wägen. Pfarrer Magnus hat mit einem größeren Team von älteren Frauen und Jugendlichen den Kindergottesdienst für die gesamte Innenstadt in mehreren Gruppen angeboten. Zwei Jahre nach meiner Konfirmation hat er mich dann zusammen mit Freundinnen von mir als Mitarbeiterin geworben. Das war wohl 1955/56.

Pfarrerin Raschzok: Du hast sowohl in St. Gumbertus als auch in St. Johannis im Kindergottesdienst mitgearbeitet!

Anneliese Beyer: Als Jugendliche war ich Mitarbeiterin in St. Gumbertus. Da habe ich auch meinen späteren Ehemann kennengelernt, der bis zu seinem Tod 1989 all die Jahre dort leidenschaftlich gern im Kindergottesdienst mitgearbeitet und bald unsere beiden Kinder, Elke und Ute, mitgenommen hat. Nach ihrer Konfirmation wurden sie dort selbst Mitarbeitende.

Ich habe nach der Geburt unseres ersten Kindes eine Pause eingelegt, bis nach dem Tod meines Mannes. Danach hat mich Pfarrer Geyer in St. Gumbertus neu geworben, und ich war wohl gut weitere 10 Jahre dort mit vielen anderen, älteren und jüngeren Mitarbeitenden tätig.

Inzwischen wurde auch in St. Johannis und in den ehemaligen Kindergärten in der Steingruberstraße und in Hennenbach Kindergottesdienst gefeiert. Ich hatte schon Enkelkinder und war wieder offen für Neues. Da hast Du mich wohl um das Jahr 2006 gefragt, ob ich zusammen mit jung Konfirmierten im alten Kindergarten in Hennenbach in die Kindergottesdienstarbeit einsteigen wollte. Seit dieser Zeit bin ich im Kindergottesdienstteam in Hennenbach, inzwischen im neuen Gemeindehaus, mit anderen Jugendlichen oder auch Müttern tätig.

Pfarrerin Raschzok: Woran erinnerst Du Dich besonders gern? Was war Dir für Dein Engagement wichtig und inwiefern hat es auch Dir viel gebracht?

Anneliese Beyer: In besonderer Erinnerung sind für mich gemeinsame Unternehmungen: Ausflüge mit dem Kindergottesdienst ins Freie, Erntedankfestzüge, Fahrten zum Kinderkirchentag auf den Hesselberg, gemeinsam besuchte Kindergottesdiensttagungen z.B. in Stuttgart und Kiel. Viel haben mir die gemeinsamen Vorbereitungen gebracht,  in St. Gumbertus früher immer mittwochs Abend. Im großen Team haben wir mit dem Kindergottesdienstpfarrer (ich denke an Pfarrer Magnus, Pfarrer Humbser, Pfarrer Sichelstiel und Pfarrer Geyer) die biblischen Geschichten gelesen und eifrig darüber diskutiert. Und: Ich bin immer gern auf Kinder zugegangen, wäre selbst gerne Kindergärtnerin geworden. Außerdem finde ich es wichtig, dass Kinder biblische Geschichten erfahren.

 

Pfarrerin Raschzok: In Deinem Engagement hat Dich Deine Familie immer wieder unterstützt!

Anneliese Beyer: Ja, das stimmt. In den Jahren meiner Ehe waren wir als ganze Familie dem Kindergottesdienst verbunden, und so ist es auch jetzt. Wenn ich Hilfe brauche, sind sie alle da: Beim Gottesdienst im Freien, beim Erntewagen schmücken oder beim Krippenspiel. Und ich habe mich gefreut, dass meine zwei älteren Enkelkinder zunächst den Kindergottesdienst besucht und nach ihrer Konfirmation selbst Mitarbeiterinnen wurden, in Hennenbach und in der Steingruberstraße.

Pfarrerin Raschzok: Für mich bist Du eine Brückenbauerin zwischen St. Gumbertus und St. Johannis. Du hast zu beiden Kirchen und Gemeinden einen intensiven Bezug.

Anneliese Beyer: In St. Johannis wurde ich konfirmiert, wir wohnten ja in der Schaitbergerstraße. Und um die Kirche herum spielten wir als Kinder.  So war und bin ich der Johanniskirche immer sehr verbunden. Kindergottesdienst gab es zunächst aber nur in St. Gumbertus und mein Mann gehörte auch zu Gumbertus. Dass ich schließlich im Kindergottesdienstteam in Hennenbach seit etwa 10 Jahren mitarbeite, das liegt an Dir. Du hast auch vor mehr als 30 Jahren Ute in St. Johannis konfirmiert, damals gehörten wir zur Kirchengemeinde St. Johannis.

Ich habe aber auch eine regelmäßige Verbindung nach St. Gumbertus: Ich leite dort seit dem Weggang von Pfarrer Geyer das Frauenkreisteam, wir treffen uns einmal im Monat im Beringershof.

Im Übrigen finde ich es sehr gut, dass St. Gumbertus und St. Johannis es an vielen Stellen wirklich gut miteinander können, und dass es immer wieder Überschneidungen zwischen den Gemeinden gibt.

Pfarrerin Raschzok: Was findest Du in St. Gumbertus besonders reizvoll und was gefällt Dir in St. Johannis?

Anneliese Beyer: Der Kirchenraum von St. Johannis hat mich von Kindheit an beeindruckt. St. Gumbertus ist dafür heller und wärmer. Die Osternachtfeiern in der Schwanenritterkapelle sind für mich etwas sehr Besonderes, wenn allmählich die Nacht weicht und es langsam licht wird.

Ansonsten bin ich gegenwärtig sehr mit Hennenbach verbunden.  Der Zusammenhalt, der hier durch die verschiedenen Vereine gegeben ist, wirkt auch in die Gottesdienstgemeinde hinein.

Pfarrerin Raschzok: Auch in diesem Jahr soll es im Heiligabendgottesdienst in Hennenbach ein Krippenspiel geben, das Du im Team mit Marion Wenderlein und Friederike Lober in diesen Wochen jeden Sonntag mit den Kindergottesdienstkindern vorbereitest. Was ist dein Wunsch, wenn Du an den Kindergottesdienst in Hennenbach denkst?

Anneliese Beyer: Mir ist es wichtig, dass Kinder biblische Geschichten hören. Und mir tut es weh, wenn Kinder oft so wenig von Jesus und Gott erfahren. Am Heiligen Abend brauchen die Familien Gottesdienste, in denen die Kinder angesprochen werden.

Ich wünsche mir, dass das ganze Jahr hindurch mehr Kinder in den Kindergottesdienst kommen und konfirmierte  Jugendliche sich zur Mitarbeit gewinnen lassen. Ich aber möchte mich, wenn Deine Pfarrstelle nach einer entsprechenden Vakanz neu besetzt ist, aus der Kindergottesdienstarbeit zurück ziehen. Ich gehe dann stark auf den 80.Geburtstag zu, und die Beweglichkeit lässt doch nach, so gern ich bei den Familiengottesdiensten im Anspiel auch selbst eine Rolle übernommen und z.B. Noomi gespielt habe.

Pfarrerin Raschzok: Herzlichen Dank für dieses Gespräch, liebe Anneliese. Vor allem aber herzlichen Dank für Deine lebendige, kreative, engagierte und treue Mitarbeit in der Verkündigung. Gott schenke, dass der ausgestreute gute Same reichlich Frucht bringe. Gott behüte Dich und segne Dich.

 

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