Gemeindebrief Juli 2015

logo-gemeindebrief-1Ab sofort steht der Gemeindebrief für Juli 2015 als PDF zum Download bereit:

Grüß Gott von Pfarrerin Elfriede Raschzok

„Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.“ (Matthäus 5,37)

Wer mit den Herrnhuter Losungen lebt, findet diese Worte Jesu als vorgesehenen Monatsspruch für Juli.

Jesu Einstehen für ein eindeutiges Ja und ein entsprechendes klares Nein ohne Verschleierung von Wahrheit, ohne offene oder verdeckte Lüge, ohne „wenn und aber“ und ohne Hinken nach zwei Seiten, steht im Zusammenhang der Bergpredigt. In der Bergpredigt verkündet Jesus die Botschaft, die auf eine Welt zielt, in der Gottes Willen ganz gelebt wird. Seine Worte sind radikal und bringen das Gesetz und die Gebote Gottes, die dem Volk Israel längst bekannt sind, zur Vollendung und Erfüllung.

„Ihr habt gehört“, sagt Jesus, „dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst keinen falschen Eid schwören und sollst dem Herrn deinen Eid halten. Ich aber sage euch, dass ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron; noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße; noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs. Auch sollst du nicht bei deinem Haupt schwören; denn du vermagst nicht ein einziges Haar weiß oder schwarz zu machen. Eure Rede aber sei ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.“ (Mt 5,33-37 Lutherübersetzung)

Der Name Gottes wurde im Judentum angerufen im Gebet, aber auch zur Bekräftigung einer Aussage vor Gericht oder im täglichen Leben. Allerdings wurde die Nennung des Namens Gottes zur Bekräftigung einer Aussage mehr und mehr als missbräuchliche Entweihung des heiligen göttlichen Namens verstanden und deshalb auf verschiedene Weise umschrieben.

„Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.“
Jesus hält in diesen Worten fest: Wer die Wahrheit sagt, braucht keine Versicherung durch einen Eid. Im Ja und im Nein ist alles gesagt, wenn es denn ehrlich, wahrhaftig, verlässlich und eindeutig ist. Wer wahre Aussagen macht, muss durch Schwören nicht besiegeln, dass sie wahr sind. Nur wenn mit Unwahrheit und Unaufrichtigkeit zu rechnen ist, muss man sich durch Schwören absichern. Jesus erwartet von seinen Jüngerinnen und Jüngern, dass sie ehrliche, wahre, zuverlässige Aussagen machen, denen man vertrauen kann. Das traut er ihnen zu. Das traut er uns zu. Er erwartet von uns, dass wir ehrlich und aufrichtig miteinander umgehen. Dass die Lüge keinen Raum bei uns findet.

Herzlich grüßt Sie Pfarrerin Elfriede Raschzok

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