Kirchenmusik

Dekanatskantor an St. Gumbertus und St. Johannis in Ansbach seit 01. Januar 2014:

Carl Friedrich Meyer

Carl Friedrich Meyer

Carl Friedrich Meyer

Carl Friedrich Meyer studierte Kirchenmusik in Bayreuth an der heutigen Hochschule für  evangelische Kirchenmusik und legte dort 1998 die A-Prüfung ab. Nach dem Praxisjahr bei KMD Klaus Wedel in Roth war er bis November 2007 Dekanatskantor an der St. Johanniskirche in Forchheim. Dort leitete er neben Kinder-, Posaunen-, Gospelchor auch den St. Johannischor. In Kooperation mit anderen Forchheimer Chören führte er die wichtigen Oratorien der Chor-und Orchesterliteratur (u.a. Mozart-„Requiem“, Schütz-„Passionen“, Mendelssohn-„Lobgesang“) in verschiedenen Kirchen des Landkreises (Gößweinstein, Ebermannstadt, St. Johannis – Forchheim, St. Martinskirche – Forchheim) auf. 2000 gründete Meyer den Kammerchor „Sonoritè“ zur Aufführung von anspruchsvoller A-cappella Musik (Motetten von Bach, Brahms, Mendelssohn, „Totentanz“ von Distler), aber auch für Konzerte mit historischen Orchestern (Monteverdi-„Marienvesper“, „H-moll Messe“ – Bach, Mozart – „C-moll Messe“). Als Begleitorchester fungierten Mitglieder der Bamberger Symphoniker, „La Banda“ historisches Orchester aus Augsburg und die „Sinfonietta Tübingen“. Ab Dezember 2007 hat Carl Friedrich Meyer die Dekanatskantorenstelle an der Stadtkirche in Kitzingen inne. Als Leiter der Paul-Eber-Kantorei brachte er u.a. die „Petite messe sollenelle“ von Rossini, die „Johannes-Passion“ von Bach als Film-Oratorium oder den „Messias“ von Georg Friedrich Händel zur Aufführung. Höhepunkte waren die Aufführung der „Carmina Burana“ von Orff im Rahmen des Stadtfestes 2009 und die Gala des Stadtmarketing-Vereins Kitzingen „Klassik Rockt!“ im Jahr 2010 und 2012. Ein Jahresprogramm, in dem Kinder-, Jugend-, Senioren- und Posaunenchormusik ihren Platz hat, rundeten neben Orgelmusik das Jahresprogramm an der Stadtkirche Kitzingen in Konzert und Gottesdienst ab. Im November 2012 erhielt Carl Friedrich Meyer gemeinsam mit dem katholischen Kollegen Christian Stegmann den Kulturpreis der Stadt Kitzingen.

Seit dem 1. Januar 2014 ist Meyer Dekanatskantor in Ansbach mit Sitz an der St. Gumbertus- und an der St. Johanniskirche.

Ulrike Walch

Ulrike Walch

Ulrike Walch
Kantorin und Organistin
Tel. 0981 / 977 88351

 

 

 

Mehr zur Ansbacher Kirchenmusik finden Sie im Internet auch unter an-klang.info!

 

Rieger-Mühleisen-Orgel

Rieger-Mühleisen-Orgel

Disposition der Rieger-Mühleisen-Orgel in St. Johannis Ansbach:

1962 Firma Rieger, Oberschwarzach

1991 erneuert durch
Werkstätte für Orgelbau Mühleisen GmbH, Leonberg

Am 7. Oktober 1962 wurde mit einem Festgottesdienst mit Kreisdekan Flurschütz und einem nachmittäglichen Orgelkonzert mit dem Ansbacher Kammerorchester die neue Rieger-Orgel in der renovierten St. Johannis-Kirche durch KMD Otto Meyer eingeweiht. Auf dem Programm standen damals Werke von Bruhns, Pachelbel, Komma, Händel, Purcell, Haydn und natürlich Bach.

Der neuen Orgel gingen nicht weniger als 4 Orgeln voran, sie hatten ihren Aufstellungsort im 15. Jahrhundert auf einer Schwalbennestempore im Chorraum (Reste noch heute sichtbar oberhalb der Nordsakristei), im 16. Jahrhundert dann inmitten der Kirche im nördlichen Seitenschiff auf einer Empore oberhalb des Fürstenstandes und erst seit 1718 auf der Westempore unterhalb des großen Westfensters, was sich natürlich abträglich auf das Innenleben der Orgeln dort auswirkte. Genauere Angaben zu diesen Instrumenten sind in der Schrift „550 Jahre St. Johannis“, die in den Kirchen ausliegt, nachzulesen.

Durch den grundlegenden Innenumbau 1959 war es notwendig geworden, die große Steinmeyer-Orgel von 1937 abzutragen, sie wurde nach St. Joseph in Münster verkauft, wo sie noch heute umgebaut und in vielen Teilen erneuert ihren Dienst tut. Der Neubau brachte es 1962 mit sich, nun ein Instrument nach dem damaligen neobarocken Geschmack zu erstellen. Der Orgelbauer Josef von Glatter-Götz bediente sich hierzu eines wegweisenden Konzeptes mit drei Manualwerken geringer Tiefe und eines darüber gestellten Pedalwerkes bei mechanischer Spieltraktur und elektrischer Registertraktur. Dieses Konzept lässt die Orgel auch heute noch allen Kriterien standhalten.

Notwendige Pflegearbeiten blieben natürlich nicht aus, so wurde 1980 eine erste Ausreinigung durchgeführt mit einer kleinen Registerumstellung im Rückpositiv.